Der amerikanische Pharmakonzern Baxter ist seit 1970 in Lessines ansässig und beschäftigt dort 1.500 Mitarbeiter. Nun hat das Unternehmen seinen Willen zum verstärkten Engagement vor Ort bekräftigt und schafft mit einer Investition in Höhe von 27 Millionen Euro unmittelbar 120 neue Arbeitsplätze.
Dadurch wird der Standort Lessines, an dem Baxter zwei Werke und ein europäisches Vertriebszentrum betreibt, unter anderem als einziges Produktionszentrum für „Gammagard“, eine Hauptproduktlinie des Konzerns, bestätigt. Mit den geplanten Investitionen können die bestehenden Anlagen modernisiert werden, parallel dazu wird aber auch die Produktion einer anderen Fertigungslinie erhöht, die insbesondere für die Herstellung von Beuteln zur Verwendung in der Dialysebehandlung von Patienten mit Nierenproblemen vorgesehen ist.
Die zweite Investitionsphase soll dann am Standort dem Bau eines Moduls zur Kraft-Wärme-Kopplung dienen, mit dem das Unternehmen seinen Energieverbrauch bedeutend senken kann. Das Werk stellt jährlich 13.000 Tonnen Kunststoff und etwa 800.000 Infusions- und Dialysebeutel her.
Die Baxter-Gruppe verfügt ebenfalls über ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Nivelles (185 Mitarbeiter) und hat innerhalb von zehn Jahren etwa 124 Millionen Euro in Wallonien investiert. Es beschäftigt weltweit 48.500 Mitarbeiter und realisierte im Jahr 2008 einen Umsatz von 12,3 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr wurden 868 Millionen Dollar für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aufgewendet.
BENOIT JULY - LE SOIR – Mittwoch, 25. März 2009
|